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Ost-Grönland, Spitzbergen, Baffin-Island

Unterwegs mit Seekajak und Schlittenhunden

 

Liebe Vortragsbesucher!

 

Ich freue mich, Ihnen meine neue PANORAMA-DIA-SHOW , NORDWÄRTS „Aufbruch ins Blaue“ präsentieren zu können.

In diesem Vortrag entführe ich Sie in die arktische Wildnis von Ost-Grönland, Spitzbergen und auf Baffin - Island/Kanada. Angezogen von dem Unvorhersehbarem, den Entbehrungen, der Abhängigkeit von den eigenen Fähigkeiten und den Fehlergrenzen. Alles das verstärkt das Gefühl, die Erlebnisse und Eindrücke in einem Dia-Vortrag zusammenzufassen.

In professioneller Diatechnik und mit informativen Live Kommentar werde ich ihnen den Norden näher bringen. Es gibt viele Möglichkeiten, dem Zauber des Nordens zu verfallen. Für mich ist es ein innerlicher Drang sich traditionell fortzubewegen wie die Inuits.

Wir haben viele kleine und große Abenteuer auf mehreren Reisen in den Gegenden am Polarkreis erlebt. Bilder, die Emotionen wecken, sollen den Betrachter motivieren, selber Träume zu leben. Erst durch ein Leben in freier Natur können wir Ängste, Einsamkeit und Naturgewalten verstehen. Erlebnisse, wie das Prusten eines Wales unmittelbar neben dem Kajak, erinnern uns an unsere eigene Zerbrechlichkeit.

In der Natur erfährt man eine unglaubliche Intensität des Lebens. Egal ob in Grönland oder auf Baffin -Island, oft zeigt sich die Arktis in herrlicher Schönheit mit blauem Himmel und faszinierenden endlosen Weiten. Doch die Arktis birgt auch unzählige Gefahren wie Stürme, eisige Temperaturen und Begegnungen mit Eisbären. In der Tundra und in den Eiswüsten werden nur wenige Fehler verziehen. Unternehmungen in den hohen Norden erfordern beste Vorbereitung, doch sind sie durchaus mit einem mageren Geldbeutel durchführbar.

Ostgrönland – unterwegs mit dem Seekajak in seiner ursprünglichen Heimat

Über 500 km paddeln wir durch eine Welt von seltener Schönheit. Eisberge und herrlicher Granit werden unsere Freunde. Es sind Tage voll neuer Erfahrungen. Packeis blockiert oft unser Weiterkommen. Begegnungen mit Inuits bei der Robbenjagd hinterlassen Erinnerungen an eine Küstenlandschaft und deren Menschen, die noch vor hundert Jahren in der Steinzeit lebten. Mehr dazu ...

Grönland – Freude und Leid in der winterlichen Wildnis der zerklüfteten Ostküste

Wir versuchen mit Grönlandhunden – Ski und Pulka in Küstennähe vorwärts zu kommen. Das schlechte Wetter und der nasse Schnee führen uns auf eine Geduldsprobe. Doch auch wir werden anschließend mit herrlichen Tagen belohnt. Die Arktis zeigt sich mit all ihrer bizarren Schönheit und ihren unbeschreiblichen Polarlichtern.

Spitzbergen – einsame Paddelschläge in der Mitternachtssonne

Es ist die Insel der Eisbären. Der Respekt vor dem größten Landjäger ist unser ständiger Begleiter. Die Kajaks, die für die nächsten Wochen unser Fortbewegungsmittel darstellen, haben wir mit ca. 60 kg beladen. Der Winter hat sich noch nicht zur Gänze verabschiedet, doch der arktische Sommer steht kurz bevor. Es erwartet uns eine Szenerie der Abwechslung. Fauna und Flora haben nur wenig Zeit im kurzen Sommer. Grandiose Begegnungen mit der Mutter Natur und die Erkenntnis, von der Magie der Polarregionen abhängig zu sein.

Baffin- Island – auf alten Inuitwegen durch eines der größten Granitgebirge der Erde

Mit Ski, Pulka und zwei Schlittenhunden marschieren wir durch die polare Wildnis von Baffin Island. Diese Berglandschaft gehört zu den spektakulärsten unseres Planeten, die selbst den Gipfeln Patagoniens in nichts an Schönheit nachstehen. Die Steilwände des Mt. Thor in einem engen Tal gehören zu den höchsten der Erde. Temperaturen bis Minus 35 Grad und Winde sind unsere Wegbegleiter. Mehr dazu ...

Die Geschichte der Inuits (Menschen) findet ebenso Platz wie die Einheimischen bei der Jagd und die Verschmelzung von Flora und Fauna. Im Wandel der Zeit – Das Schicksal hängt nun von der Manipulation des Menschen ab.

Am liebsten würde ich das Rad der Zeit um einige Jahrzehnte zurückdrehen, die Tradition sich wie damals fortzubewegen lässt mein Herz höher schlagen. Ich habe ein Verlangen nach ungetrübter Freiheit und purer Natur.

 

 

 

 

Auszug aus meinem Tagebuch: Die Schlussetappe

Moose und Flechten schlüpfen in schnellen Schritten in ihr herbstliches Kleid. Langsam bringen die Nächte wieder Frost und Dunkelheit. Wir packen den Rucksack und steigen auf einen der vielen namenlosen Gipfel. Nach 6 Stunden stehen wir am höchsten Punkt. Normalerweise sind Mahlzeiten Momente einer gewissen Andacht, aber hier oben schlingen wir das Essen hastig hinunter, dennoch verlieren wir den Wettlauf mit dem Frost .Die letzten Bissen des Essens sind bereits am Topfboden angefroren. Vollkommende Stille umgibt uns.

Bernhard und ich sitzen noch eine Weile und schauen dem Farbenspiel der untergehenden Sonne zu, bevor wir den Reißverschluss unserer Schlafsäcke zuziehen. .Maßlos in Raum und Zeit ist diese Landschaft, unbegreifbar in Ausdehnung und Alter. Tief verschneite Flanken sind in gleißendes Licht getaucht .Zwischen den Gebirgsketten drängen sich schmale Fjorde ins Land, .Die Bergketten im Osten werden in ein letztes Rot getaucht, dann legt sich ein hellgraues Dunkel über die Landschaft .Die ersten Sterne blinken in der arktischen Luft .Wir fühlen uns eingebunden in das großartige Schauspiel, das uns umgibt Im milden Morgenlicht liegt die See, darüber wölbt sich ein herrlich blauer Himmel, an dem keine Wolke zu sehen ist.

Kurz vor der Querung des Sermiliq Fjords bekommen wir Hindernisse eiskalt serviert. Mitten am Scheitel des Kaps stoppt uns eisiges Desaster, türkis farbige Schollen versperren die Fahrt. .Dort wo das Eis gebrochen ist und Wasserflächen freigibt gurgeln Zentner schwere Eisbrocken Ein stundenlanger Kampf mit der kalten Begebenheit beginnt .Immer wieder raus aus den Kajaks, einige Meter ziehen, wieder rein. Wir sind um jeden Paddelmeter froh. Das Eis ist oft nur wenige Zentimeter dick, zu brüchig um auszusteigen. Mit bloßem Händen schieben wir uns mühsam vorwärts. Gott sei Dank folgen keine weiteren waghalsigen Querungen. Wenn uns nur jemand sehen könnte murmelt Bernhard vor sich hin, "komplette Idioten". Unerwartet gnädig ist die raue Wildnis und öffnet uns eisfreie Straßen.

Wir nehmen Abschied von einer Welt die wir mit allen Sinnen durchmessen haben. Glücklich und traurig zugleich, kehren wir nach einem Monat in die Zivilisation zurück. An die 500 km liegen hinter uns. Einige empfangen uns verwundert und sind noch wackelig von der gestrigen Spritlieferung. Reges Treiben herrscht auf der Einkaufsstraße, im Fischladen wird frischer Heilbutt gewogen, Kinder mit glatten, schwarzen Haaren und breiten Gesichtern spielen laut kreischend. Es wird Abend und ein dunkelgraues Licht legt sich über Angmassalik. Irgendwo in den Schatten beginnt ein Schlittenhund zu heulen, ein anderer antwortet ihm, und bald ist der ganze Ort von ihrer wehmütigen Klage erfüllt.

 

......die Natur wird immer stärker und mächtiger sein als
der Mensch - Hoffentlich bleibt uns ihre Schönheit erhalten.